Danksagung Dissertation

Danksagung DissertationDer Abschluss einer Ausbildung oder das Ende des Studiums werden im Allgemeinen als wichtige Meilensteine im Leben eines (jungen) Menschen bezeichnet. Da gehört auch das Bedanken zum guten Ton. Und auch, wenn Sie bei der erfolgreichen Erreichung der Doktorwürde nicht mehr ganz in diesen jungen Jahren sind, wird sich Ihr Leben vermutlich deutlich ändern. Und das dürfen Sie entsprechend groß feiern. Was die Danksagung selbst angeht: Sparen Sie sich diese nicht für die Zeit nach der Feier auf, im Gegenteil. Erst, wenn diese Danksagung in der Dissertation selbst nachzulesen ist, ist sie besonders wertvoll.

Denn es zeigt den Menschen, bei denen Sie sich bedanken möchten, dass Sie sich schon im Vorfeld Gedanken gemacht haben, wer Ihnen als Begleitung auf dem Weg zur Doktorwürde wichtig gewesen ist. Um jedoch kein Unglück zu beschwören, fügen Sie die Danksagung der Doktorarbeit erst dann hinzu, wenn sicher ist, dass Ihre Promotion bestanden ist. Das ist exakt dasselbe wie bei der Gratulation zum Geburtstag am Tag vorher oder mit den guten Wünschen für das neue Jahr vier Stunden vor Mitternacht.

Erst die Arbeit, dann die Korrektur, dann die Zweitkorrektur, eventuelle Verbesserungen, dabei der stete Austausch mit der Doktormutter bzw. dem Doktorvater, das Feedback von Kollegen, Freunden, Bekannten und Verwandten – dass der Herrgott vor den Erfolg den Schweiß gesetzt hat, lässt sich ja auch viele Arten beweisen. Die Doktorarbeit gehört mit Sicherheit dazu. Und weil die Erlangung der Doktorwürde auch in den besten Familien keine alltägliche Sache ist, werden Sie während des Prozesses sicher mit vielen Hilfsangeboten konfrontiert. Wenn Sie schlau genug sind, haben Sie einige davon ja auch angenommen.

Hilfe, offene Ohren und andere Gedanken

Also, nehmen wir an, Sie haben den Titel in der Tasche und die Veröffentlichung der Dissertation steht kurz bevor. Nun ist es Zeit, dass Sie in sich gehen, gut nachdenken und eine Liste anfertigen. Auf dieser Liste müssen sich sämtliche Namen finden, die im Zusammenhang mit der Doktorarbeit auch nur die kleinste Rolle spielen. Gehen Sie dafür im Geiste die vergangenen Jahre durch. Sie werden überrascht sein, wer alles eine Rolle gespielt hat in dieser Zeit, wer Ihnen Hilfe geboten und gegeben hat, wer offene Ohren für Sie und Ihre Probleme hatte und wer sich vielleicht auch nur ab und an auf ein Bier mit Ihnen getroffen hat, um Sie auf andere Gedanken zu bringen.

Bevor wir dazu kommen, wie Sie den Dank ausdrücken können, nehmen Sie sich unsere Liste zu Herzen, in der wir versuchen, alle in Frage kommenden Menschen aufzuführen, die in Ihrer Danksagung eine Rolle spielen könnten oder sollten:

  • Danken Sie Doktorvater bzw. Doktormutter. Auch wenn die mal keine Lust hatten über all die Jahre: Unter dem Strich waren sie immer für Sie da.
  • Üblicherweise arbeiten Sie während der Dissertation auch mit anderen Doktoren und Kollegen zusammen. Danken Sie hier allen für das Feedback, die Anregungen, die Denkanstöße und dergleichen mehr.
  • Jetzt sollte die Familie an der Reihe sein. Deren Unterstützung kann seelisch, moralisch, finanziell oder anderweitig (oder alles auf einmal) ausgefallen sein. Blicken Sie bei der Gelegenheit gleich noch ein wenig weiter zurück und schreiben Sie, dass Sie schon zu Zeiten der Schule und des Studiums jede Unterstützung von der Familie erfahren durften.
  • Ehemann, Ehefrau, Lebensgefährtin, Freund und Kinder – so vorhanden – sollten ebenfalls Adressaten sein. Alle diese Menschen haben mit Sicherheit mehr als nur einmal eigene Interessen hintangestellt, um Sie zu unterstützen.
  • Auch der Freundeskreis darf nicht unerwähnt bleiben. Denken Sie mal nach: der Kinobesuch, die Essenseinladung, das Bier in der Kneipe – all das haben Ihre Freunde nicht zuletzt deswegen unternommen, damit Sie auch mal abschalten können. Und sie haben garantiert dennoch immer ein offenes Ohr für Sie gehabt, wenn Sie mal Dampf ablassen mussten.

Nachfolgend also ein Beispiel, wie Sie die Danksagung für Ihre „Dis“ formulieren könnten.

 

Danksagung Dissertation

Schreiben musste ich diese Arbeit zwar allein – doch an ihrem guten Gelingen beteiligt waren jede Menge mir nahestehender Menschen, denen ich Dank schulde.

An erster Stelle, und mögen mir andere verzeihen, muss mein Doktorvater Professor XY genannt werden. Zu jeder Uhrzeit war er für mich da, hat mich aufgebaut und mir immer geholfen, auch wenn es mal eine schwerere Phase gegeben hat. Das habe ich nie als selbstverständlich angesehen. Herzlichen Dank.

Das möchte ich auch Frau Doktor XY mit dem gesamten Team der Forschungsstelle Z zurufen. Sie alle waren mir stets Quell der Inspiration haben mir geistige Anregungen gegeben, von denen andere nur träumen können. Besonders wertvoll war für mich auch, dass es ehrliche und offene Kritik gab, die mich immer wenn nötig geerdet hat. Für diese Ehrlichkeit und die Kollegialität bin ich sehr dankbar.

Das gilt natürlich auch für meine Familie. Wenn ich mit dem Kopf nicht zuhause, sondern bei der Arbeit war, ist sie es gewesen, die mich wachgerüttelt hat – und mich dabei immer unterstützt und motiviert hat. Dieser Beistand ist für mich nicht gottgegeben, sondern den habe ich nur euch und eurer unendlichen Geduld zu verdanken. Eure Hilfe bedeutet mir mehr, als sich irgendjemand überhaupt vorstellen kann. Das war schon immer so und beschränkt sich nicht nur auf die Dissertation. Dafür bin ich euch auf ewig dankbar.

Darüber hinaus gilt mein Dank allen Verwandten, Freunden und Bekannten, die mein Jammern und Klagen jahrelang ertragen und mich immer wieder aufgerichtet haben. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie wichtig dieser Rückhalt für mich war.