Danksagung Kondolenz

Danksagung KondolenzEin Todesfall, ob in der Familie, im Freundeskreis oder unter Bekannten, bedeutet immer Trauer um einen Menschen, den man ins Herz geschlossen hatte. Sicher, manchmal mag sich so etwas wie Erleichterung in den Schmerz mischen – etwa wenn jemand sehr lange leiden musste und nun erlöst worden ist. Aber der Kummer überwiegt immer. Und Ihr Umfeld weiß das natürlich und wird Ihnen kondolieren – per Post oder persönlich. Menschen, die Ihnen nahe stehen, werden sich natürlich auf der Trauerfeier oder der Beisetzung einfinden. Natürlich werden Sie dort auch Menschen begegnen, die von Ihrem Verlust nur durch Ihre Zeitungsanzeige erfahren haben und es sich nicht nehmen lassen möchten, Ihnen Ihr Beileid auszudrücken.

Feststehen sollte für Sie also auf jeden Fall, dass all Ihre Mitmenschen, die in irgendeiner Art und Weise kondoliert haben, eine Danksagung zur Kondolenz von Ihnen erhalten. Jedenfalls dann, wenn Sie nach der Zeit der Trauer und den lästigen Pflichten, um die es sich zu kümmern gilt, wieder seelisch in der Lage dazu sind. Niemand dürfte es Ihnen verübeln, wenn Sie sich die Zeit nehmen, die Sie auch wirklich brauchen.

Um zu einem späteren Zeitpunkt, wenn es also an der Zeit ist, die Danksagung zu verfassen, nicht im Gedächtnis kramen zu müssen, wer unbedingt eine Danksagung erhalten sollte, sollten Sie – sofern das geht – eine Liste anfertigen. Darauf können Sie die Namen jener Personen ganz einfach vermerken, denen Sie eine Karte mit einer Danksagung zur Kondolenz zusenden möchten. Eine schöne, würdevolle Karte ist nämlich das Medium, das sich für diese Art der Danksagung am besten eignet. Zusätzlich dazu können Sie Ihre Danksagung natürlich auch in der lokalen Zeitung drucken lassen – allerdings wirklich nur zusätzlich. Denn Sie dürfen nicht davon ausgehen, dass alle Menschen, an die Ihre Danksagung gerichtet ist bzw. gerichtet sein soll, diese Zeitung und die Annonce auch lesen.

Sie dürfen niemanden vergessen

So, wie die Menschen, die Ihnen kondoliert haben, an Sie gedacht haben, sollten Sie im Umkehrschluss auch an all diese Menschen denken und ihnen eine Danksagung zukommen lassen. Ja, das ist mühevoll in Zeiten der Trauer – aber Sie dürfen sich wie schon erwähnt auch die Zeit lassen, die Sie benötigen, um eine pietätvolle Danksagung zu formulieren. Hier eine kleine Stütze – denken Sie an diese Personen:

  • Die komplette Verwandtschaft: Auch entfernte Verwandte, die Ihnen womöglich gar nicht ihr Beileid zu Ihrem Verlust kundgetan haben, sollten eine Danksagung von Ihnen erhalten. Aber warum? So unwahrscheinlich es auch klingen mag, aber nicht immer kommen die Trauerkarten, die Sie unmittelbar nach dem Tod Ihres lieben Menschen versendet haben, auch an. Und vielleicht haben Sie dabei ja tatsächlich jemanden vergessen – was man Ihnen verdenken wird.
  • Das gehört eigentlich fast noch zum vorausgegangenen Punkt: Möglicherweise haben Sie ja auch ältere Menschen in der Verwandtschaft, die es schlicht nicht geschafft haben, Ihnen schriftlich zu kondolieren, geschweige denn zur Trauerfeier anzureisen. Senden Sie auch ihnen Ihre Danksagung zu.
  • Freunde und Bekannte: Die Menschen, auf die Sie wirklich zählen können, zeigen sich ja oft erst im Fall des Verlusts. Und nicht selten sind es Bekannte und Freunde, auf die Sie sich stützen können – gerade dann, wenn die Verwandtschaft etwas weiter entfernt lebt. Es ist also wichtig, diese Freunde auch in der Danksagung zu erwähnen.
  • Optional müssen Sie natürlich auch Menschen erwähnen, die sich im Fall des Falles um den Verstorbenen gekümmert haben – etwa das Personal im Seniorenstift, im Pflegeheim oder vergleichbaren Einrichtungen. Nehmen Sie auch Ärzte und Krankenschwestern in Ihre Danksagung mit auf. Danken Sie ebenfalls allen, die Ihnen nach dem Tod Last von der Seele genommen haben – etwa die Belegschaft des Beerdigungsinstituts oder allen, die Ihnen in Ihrer Kirchengemeinde Unterstützung haben zukommen lassen. In vielen Fällen ist das der Pfarrer bzw. der Pastor.

Nun dürfte der Kreis jener Menschen, die erwähnt werden müssen und eine Karte mit Ihrer Danksagung erhalten sollten, schon einmal feststehen. Jetzt soll es aber darum gehen, was inhaltlich hinein gehört und wie Sie bestimmte Dinge formulieren können.

Im Sinne des Verstorbenen

Versuchen Sie sich während des Schreibens immer vorzustellen, welche Worte dem Menschen gefallen hätten, der von Ihnen gegangen ist. Das hilft in den meisten Fällen über die Angst vor dem leeren Blatt hinweg und lässt gleichzeitig die Erinnerung lebendig werden. Formulieren Sie die Dinge so, wie Sie denken, dass die bzw. der Verstorbene sie formuliert hätte. Verzichten Sie auf ein anrührendes Gedicht, wenn Sie der Meinung sind, dass das nicht der passende Stil wäre. Danken Sie dann einfach allen Menschen, die an Sie gedacht haben, die Karten und Blumen geschickt haben, die Sie durch die schwere Zeit begleitet haben und die Ihnen Ihr Beileid übermittelt haben.

Zumeist empfiehlt es sich, über eigene Gefühle – Schmerz, Trauer etc. – zu schreiben und den Mitmenschen zu danken, Anteil genommen zu haben und dadurch Ihren Schmerz vermutlich etwas erträglicher gemacht zu haben. Versehen Sie die Karte mit einem Trauerspruch oder einem Bibelvers, wenn Sie etwas Passendes finden.

 

Danksagung Kondolenz

„Stark wie der Tod ist die Liebe. Auch Wasserfluten löschen sie nicht aus. (Hoheslied 8,6 f)

 

Unfassbar, hilflos, schwach und voller Trauer, das sind Begriffe, die nur unzureichend umschreiben, wie wir uns nach dem Verlust von [Name] gefühlt haben und immer noch fühlen. Dass wir in unserem Schmerz und unserer Trauer nicht allein waren, hat uns aber Kraft geschenkt. Die herzliche Anteilnahme, die wir erfahren durften, hat uns daran erinnert, dass nicht nur wir vom Schmerz betroffen sind und waren.

Aus diesem Grunde möchten wir danke sagen. Danke an alle, die ihr Beileid bekundet haben. Danke an alle, die uns schriftlich kondoliert haben. Danke an alle, die zur Trauerfeier gekommen und uns Blumen überbracht haben. Danke für jede schöne Geste und jedes gute Wort, das uns gezeigt hat, dass wir in der Trauer nicht allein sind.

Ein herzliches Danke auch an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Pflegeheim XY, die [Name] in den letzten Monaten ein schönes Leben bereitet und in den letzten schweren Stunden begleitet haben. Und nicht zuletzt danke Herrn Pfarrer XY, der stets die passenden Worte gefunden hat.