Danksagung Freunde

Danksagung FreundeLieber wenige gute Freunde als viele nicht so gute Freunde – das ist ein Satz, den die meisten von uns mit Sicherheit und sofort unterschreiben würden. Warum haben Sie noch nie ernsthaft darüber nachgedacht, einem guten Freund, dem besten Freund oder der besten Freundin einmal eine Danksagung per Karte zu schicken? Das klingt aufs erste Hören vielleicht etwas ungewöhnlich – aber eine gute Freundschaft, die tief geht, ist doch auch schon etwas, was eher ungewöhnlich ist. Dabei gibt es gar nicht den einen Maßstab, der anzulegen wäre, was einen sehr guten oder den besten Freund ausmacht. Hier hat sowieso jeder andere Kriterien. Und Sie müssen Ihre Kriterien für sich selbst festlegen.

Ist es der beste Freund, wenn er ohne Wenn und Aber mitten in der Nacht auf Ihren Anruf reagiert und stundenlang mit Ihnen redet, wenn es Ihnen mal nicht so gut geht? Oder ist er bzw. sie es, wenn nicht nur am Telefon geredet wird, sondern wenn er schnell vorbeikommt, um mit Ihnen bis in den Morgen hinein bei einem Glas Wein Ihre Sorgen zu zerstreuen, wenn Sie Liebeskummer haben oder wenn ein wichtiger und geliebter Mensch von Ihnen gegangen ist? Oder ist es ein sehr guter oder einer der besten Freunde, wenn Sie einen Umzug auf dem Zettel haben und alle anderen abgesprungen sind, er aber dennoch wie vereinbart und allein auf der Matte steht? Wenn man das immer nur wüsste!

Wie Freundschaft gepflegt wird, ist nachrangig

Wobei das natürlich Unsinn ist, denn Dankbarkeit lässt sich nicht immer rational nachvollziehen. Auch Freundschaft nicht. Wichtig ist nur, dass die Empfindung da ist. Es spielt auch keine Rolle, wie intensiv die Freundschaft gepflegt wird. Schließlich gibt es Bande zwischen uns Menschen, die sich so stark anfühlen können wie fünf Jahre zuvor, und das, ohne dass man sich in der Zwischenzeit gesehen hätte. Andere Freundschaften bestehen hingegen eher deshalb, weil man sich doch regelmäßig sieht und sich so etwas wie eine Routine entwickelt hat. Um es klar zu sagen: Es kann eigentlich keine Wertung geben, welche Art dieser Freundschaften „besser“ oder „schlechter“ ist. Freundschaften sind so unterschiedlich wie Menschen.

Bringen Sie ruhig Humor ins Spiel

Die Danksagung an den besten Freund, die beste Freundin oder wen auch immer ist einerseits zwar eteas heikel, weil man damit Gefühle formuliert und offenbart, die beide bis dato nur stillschweigend an sich selbst wahrgenommen und beim jeweils anderen vorausgesetzt haben. Nun werden diese Gefühle erstmalig formuliert. Auf welche Art Sie das tun, hängt natürlich auch von Ihnen und der Art Ihrer Freundschaft ab. Allerdings sind langjährige Freundschaften nicht zuletzt auch zumeist auf Humor gegründet, weswegen Sie eine Prise davon auch gern in der Danksagung unterbringen können, wenn Sie das möchten. Jedenfalls wirkt der Text dadurch vielleicht um eine Spur spritziger, vielleicht sogar persönlicher.

Die äußere Form

Weil die Danksagung an die besten Freundin bzw. den besten Freund etwas Einmaliges ist, sollten Sie beim Basteln der Karte auch selbst Hand anlegen – eine im Handel gekaufte Karte ist dann vielleicht doch etwas zu „billig“. Geben Sie sich bei der Gestaltung Mühe, suchen Sie vielleicht nach Symbolen der Freundschaft, mit denen Sie selbst die Karte bemalen können, wenn Sie möchten. Wenn Ihnen all so etwas aber nicht besonders zusagt, dann dürfen Sie das Ganze durchaus auch nüchtern gestalten. Sie selbst wissen ja am besten, wie die Wirkung bei Ihrem Gegenüber, also dem Empfänger, ist.

  • Fassen Sie Ihre Worte so ab, wie Ihre Freundschaft ist. Wenn Sie miteinander mehr schweigen als reden und bei einem Bier am Strand sitzen, dann wählen Sie eine kurze Variante. Ihr Freund braucht nicht viele Worte von Ihnen, er bzw. sie weiß auch so, was Sie meinen.
  • Erklären Sie ruhig, warum Sie zu einer solchen Maßnahme greifen und eine Danksagung per Karte versenden. Schließlich ist das ja etwas Besonderes.

Danksagung Freunde

Liebe [Name],

ich weiß gar nicht, wie viele Jahre wir uns nun eigentlich schon kennen. Und ich zähle eigentlich auch gar nicht gern mit, weil es für mich eine falsche Kategorie wäre, Freundschaften in den Jahren ihres Bestehens zu messen. Denn das spielt keine Rolle. Ich glaube, auch wenn wir uns erst vor ein paar Monaten kennengelernt hätten, wäre unsere Bande genauso stark, wie sie es jetzt nach vielen Jahren ist.

Warum ich dir diese Karte sende? Weil ich einfach mal danke sagen möchte, was ich hiermit auch mache: Danke! Danke, dass du in all der Zeit immer für mich da gewesen bist, wenn ich dich gebraucht habe. (Ich hoffe sehr, dass es andersrum für dich genauso ist!)

Aber es geht nicht nur um das gegenseitige Brauchen, es geht für mich vor allem um den „Tatbestand“ der Verlässlichkeit. Denn ich weiß, dass du zu jeder Tages- und Nachtzeit alles stehen und liegen lassen würdest, wenn ich dich darum bitten würde. Und es geht mir auch darum, dass es mir nicht so viel ausmacht, wenn wir uns mal mehrere Wochen oder Monate gar nicht sehen können – weil ich weiß, dass sich dadurch nichts, aber auch gar nichts an unserer Freundschaft ändert.

Ich habe die Hoffnung, dass sich daran auch nichts ändern wird. Und es ist mir sehr wichtig, dich als meinen besten Freund bezeichnen zu dürfen.

Deine [Name]