Aktualisiert am 23. September 2026 von Selda Bekar
Diese Seite behandelt die Karte selbst: Format, Papier, Druck, Foto und die Frage, wie viel Text tatsächlich daraufpasst. Die Mustertexte für den jeweiligen Anlass stehen auf den Seiten zu Geburt, Hochzeit, Trauer, Feier und den übrigen Rubriken.
Welches Format wofür
| Format | Maße | Platz für Text | Porto |
|---|---|---|---|
| Postkarte A6 | 105 × 148 mm | etwa 4 bis 6 Zeilen | Postkartenporto |
| Klappkarte A6 | gefalzt 105 × 148 mm | etwa 8 bis 12 Zeilen | Standardbrief |
| Klappkarte DIN lang | gefalzt 105 × 210 mm | etwa 10 bis 14 Zeilen | Kompaktbrief möglich |
| Doppelkarte A5 | gefalzt 148 × 210 mm | eine halbe Seite und mehr | Großbrief |
Porto und Maßgrenzen legt die Post fest und ändert sie gelegentlich. Wer eine größere Auflage verschickt, prüft die aktuellen Grenzen vor dem Druck – ein Millimeter zu dick kann bei 120 Karten spürbar werden.
Wie viel Text passt wirklich
Eine häufige Fehleinschätzung beim Kartendruck: Der Text, der im Layoutprogramm noch bequem wirkt, ist auf der gedruckten Karte zu klein zum Lesen.
Als Orientierung: Schriftgröße 11 bis 12 Punkt, Zeilenabstand etwa das 1,4-Fache. Darunter wird es für ältere Empfänger mühsam, und bei Danksagungen zu Trauerfällen und Ehejubiläen ist das oft ein großer Teil der Empfänger.
Rechnen Sie mit etwa 45 Zeichen pro Zeile auf A6. Ein Text von 400 Zeichen füllt damit bereits neun Zeilen – mehr als auf eine einfache Postkarte passt.
Handschriftlich oder gedruckt
Gedruckt ist bei Auflagen ab etwa 30 Karten üblich und wird nicht als unpersönlich empfunden, solange die Unterschrift handschriftlich ist.
Handschriftlich wirkt stärker, ist aber ab 50 Karten eine erhebliche Arbeit. Eine verbreitete Lösung: gedruckter Haupttext, handschriftlich zwei Zeilen und die Unterschrift.
Teilweise handschriftlich – also ein individueller Satz pro Empfänger – lohnt sich dort, wo jemand konkret geholfen hat. Bei einer Rundsendung an achtzig Personen ist es nicht durchzuhalten und wirkt halbherzig, wenn nur ein Teil davon so behandelt wird.
Foto auf der Karte
Bei Geburt und Hochzeit ist ein Foto üblich, bei Trauer allenfalls ein Foto der verstorbenen Person.
Auflösung. Als Richtwert gelten 300 dpi bei der tatsächlichen Druckgröße. Ein Bild von 1000 × 1500 Pixeln reicht damit für etwa 8 × 12 Zentimeter. Handyfotos aus Messenger-Diensten sind oft stark komprimiert – verwenden Sie das Original, nicht die weitergeleitete Fassung.
Anschnitt. Wenn das Bild bis zum Rand laufen soll, braucht die Druckdatei umlaufend etwa 2 bis 3 Millimeter Beschnittzugabe. Die genaue Vorgabe nennt die Druckerei.
Farbraum. Druckereien arbeiten in CMYK. Kräftige Blau- und Grüntöne wirken im Druck oft matter als am Bildschirm. Wer das vermeiden will, bestellt vorab einen Andruck.
Selbst drucken oder drucken lassen
| Selbst drucken | Online-Druckerei | |
|---|---|---|
| Sinnvoll ab | bis etwa 20 Karten | ab etwa 30 Karten |
| Papier | Kartenkarton 200–300 g/m² aus dem Handel | Auswahl inklusive |
| Falz | Vorfalzen nötig, sonst bricht der Karton | Maschinell gerillt |
| Risiko | Farbabweichung, Papierstau bei dickem Karton | Datenfehler fällt erst beim Öffnen des Pakets auf |
| Vorlauf | sofort | meist 3 bis 7 Werktage |
Wer selbst druckt: Prüfen Sie im Handbuch des Druckers, welche Papierstärke er verarbeitet. Viele Tintenstrahldrucker geben bei mehr als 250 g/m² auf, und der manuelle Einzelblatteinzug ist meist der einzige Weg für dicken Karton.
Umschläge und Versand
Passende Umschläge kauft man zusammen mit den Karten. Nachträglich das passende Maß zu finden, kostet mehr Zeit, als es spart.
Adressaufkleber sind bei großen Auflagen üblich, handschriftliche Adressen wirken persönlicher. Bei Trauerdanksagungen ist die handschriftliche Adresse verbreitet.
Rechnen Sie fünf bis zehn Karten Reserve ein. Es kommen fast immer Empfänger hinzu, an die vorher niemand gedacht hat, und Nachbestellungen kleiner Mengen sind überproportional teuer.
Was auf jede Karte gehört
Unabhängig vom Anlass: der Grund des Dankes, die Absender und – außer bei rein privaten Kleinauflagen – Ort und Monat. Eine Jahreszahl macht die Karte als Andenken später einordenbar.
Nicht auf die Karte gehören Kontoverbindungen, Bitten um weitere Unterstützung und Hinweise auf den nächsten Anlass.