Danksagungen Kommunion vom Täufling

Danksagungen Kommunion vom TäuflingWenn die Kommunion vorüber ist und die Aufregung sich gelegt hat, kommt nach ein paar Wochen der Zeitpunkt, an dem eine Danksagung seitens des Kommunionskinds angebracht ist. Warum erst nach einigen Wochen? Nun, mitunter kommen nachträglich noch Geschenke von Menschen an, die es nicht zur eigentlichen Feier geschafft haben oder nichts von der Kommunion wussten; das kann etwa im Bekanntenkreis der Fall sein. Denn die Verwandten sind in der Regel zur Feier der Kommunion eingeladen. Der wichtigste Punkt im Fall der Danksagung zur Kommunion vom Täufling ist aber, dass die Ideen und die Worte auch vom Täufling selbst stammen. Natürlich dürfen Sie bei der Ausformulierung helfen, keine Frage – aber es sollte doch erkennbar bleiben, dass das Kommunionskind das Gros der Ideen hatte.

Das ist zugegebenermaßen gar nicht so einfach, wie es sich vielleicht anhört. Denn einerseits sollten in der Danksagung natürlich alle wichtigen Aspekte zum Ausdruck gebracht werden, die dazu gehören. So müssen alle Gäste erwähnt werden (was aber ganz einfach mit der Anrede „Liebe Gäste meiner Kommunionsfeier“ gelöst werden kann), der Dank für die Geschenke darf nicht fehlen und die Freude darüber, dass die Gäste zu einem ganz besonderen Tag beigetragen haben.

Doch gibt es natürlich wesentlich mehr zu beachten. Vergessen Sie etwa nicht, dass die Kommunion ein kirchliches Ereignis ist – das bedeutet, dass nach Möglichkeit auch ein religiöser Bezug in der Danksagung auftaucht. Wie weit dieser Bezug geht, das müssen Sie allerdings selbst entscheiden oder die Frage durch den Täufling beantworten lassen. Beachten Sie hierbei am besten drei Details. Erstens: Wie wichtig sind kirchliche bzw. religiöse Fragen für das Kind? Hat es die Kommunion gern und freiwillig gemacht oder mehr auf Ihr Betreiben hin?

Lassen Sie sich vor dem Schreiben ein paar Dinge gut durch den Kopf gehen

Zweitens: Wie wichtig sind diese Fragen für die Gäste, die zur Feier erschienen sind? Oftmals werden ja nicht die Anlässe ernst genommen, die Hauptsache ist die Feier im familiären Kreis im Anschluss. Und drittens: Versuchen Sie, diesem Thema nicht weniger, aber auch nicht mehr Raum in der Danksagung zu geben, als es angemessen ist. Und verärgern Sie niemanden im Kreise der Empfänger der Danksagung. Vielleicht sind Glaube und Kirche für Sie und den Täufling kaum bedeutsam – für einige Menschen in Ihrem familiären Umfeld aber schon. Dann sollten Sie es vermeiden, diese Themen in der Danksagung herunterzuspielen.

Der Täufling und Sie werden schon die passenden Formulierungen finden. Nachfolgend ein paar Tipps:

  • Erinnern Sie das Kommunionskind beim Aufsetzen der Danksagung nicht nur an den Tag selbst, sondern auch an den vorbereitenden Unterricht zur Kommunion. Möglicherweise hat dieser ja viel Spaß gemacht. Also können Sie in der Danksagung jener Person danken, die den Unterricht ermöglicht hat – vielleicht ist es ja sogar der Pfarrer selbst gewesen, der ihn durchgeführt hat.
  • Auch, wenn es eventuell so ist, dass die Geschenke das sind, das dem Täufling vom Tag der Kommunion am meisten im Gedächtnis geblieben sind: Veranlassen Sie, dass sich der Dank zunächst direkt an die Gäste richtet, die zur Kommunion und zur anschließenden Feier erschienen sind (die Feier findet im Normalfall ja nur im Familienkreis statt, weswegen die vorangestellte Anrede „Liebe Familie“ im Normalfall genügt).
  • Apropos Anrede: Wenn der Kreis der Gratulanten nicht besonders groß war, dann ist es auch erlaubt, die Verwandten in der Danksagung persönlich zu erwähnen.
  • Bedenken Sie, wie oben schon erwähnt, dass Sie mit religiösen Formulierungen vorsichtig umgehen. Ein Kommunionskind wird in den seltensten Fällen wirklich denken, dass es den Weg zu Gott durch die Kommunion gefunden hat, insofern sollten Sie Formulierungen wie diese vermutlich unterlassen. Eleganter wäre es vielleicht zu schreiben, dass der Unterricht Spaß gemacht hat und dass Glaube, Religion und Kirche nicht unbedingt immer nur todernste Sachen sein müssen.
  • Und natürlich dürfen Sie den Dank für die Geschenke zur Kommunion nicht vergessen – Geschenke fallen zu diesem Anlass nämlich oft sehr, sehr großzügig aus. Aber auch die kleineren Präsente sind es immer wert, sich für sie zu bedanken, das steht außer Frage.

Auch allen danken, die per Karte gratuliert haben

Darüber hinaus ist klar, dass auch jene Verwandten oder Bekannten, die „nur“ mit einer Karte zur Kommunion gratulieren konnten, eine eigene Danksagung bekommen sollten. Eine nette Idee wäre es doch, und das gilt generell, die Danksagung mit einem Bild des Kommunionskinds zu versehen. Am besten lassen Sie die Danksagung mitsamt einem Bild von der Kommunionsfeier oder dem Täufling auf eine nette Karte drucken, die Sie dann verschicken.

 

Danksagungen Kommunion vom Täufling

Liebe Gäste meiner Kommunionsfeier, liebe Verwandte, liebe Omas, Opas, Tanten und Onkel,

ich habe in den letzten Monaten eine sehr interessante und spannende Zeit erlebt. Der Kommunionsunterricht hat in mir die Vorfreude auf die Kommunion selbst steigen lassen. Ich bin sehr froh, dass dieser Tag dann auch wirklich so schön geworden ist, wie ich es mir immer vorgestellt habe.

Vielen Dank, dass ihr alle bei meiner Kommunion dabei gewesen seid und auch danach noch den ganzen Tag mit mir verbracht habt. Das hat mir sehr gut gefallen! Auch über die vielen tollen Geschenke, die ihr mir gemacht habt, habe ich mich sehr gefreut. Ich werde diesen Tag wirklich nie vergessen.

Und vielen Dank auch dem Pfarrer [Name], bei dem der Unterricht vor der Kommunion immer ganz viel Spaß gemacht hat. Durch ihn habe ich gelernt, dass Religion, Glaube und Kirche nicht immer nur ernst sein müssen, sondern auch unterhaltsam sind und Spaß machen können.