Danksagung an Arzt

Danksagung an ArztEs ist ein Szenario, das man niemandem wünscht: Ein böser Unfall oder eine schlimme Krankheit sorgt dafür, dass unsere Gesundheit oder gar unser Leben in den Händen eines Arztes liegt, ob niedergelassener Arzt oder Arzt im Krankenhaus. Möglicherweise sind Sie nun einige Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre darauf angewiesen gewesen, dass dieser Arzt Ihnen hilft, dass er Ihr Leben rettet oder Ihre Gesundheit. Je länger diese Zeitspanne, desto größer ist auch Ihre Erleichterung, so viel ist klar. Aber auch schon nach kürzeren Behandlungsphasen verspüren Sie womöglich den Drang, sich beim Arzt (oder der Ärztin) adäquat zu bedanken – nur wie? Die Annahme von Geschenken ist rechtlich nicht ganz so einfach für Ärzte. Also können Sie sich im Zweifelsfall mit einer gelungenen Danksagung für die geleistete Hilfe bedanken, das ist völlig unbedenklich.

Ein Schreckensszenario: Auf einmal spüren Sie beim Sport einen stechenden Schmerz an einer Stelle, die eine Sekunde zuvor noch völlig in Ordnung gewesen ist. Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunden spielt sich im Kopf dann folgendes Szenario ab: Erstens leugnet man, dass es etwas Schlimmes sein könnte, vielleicht ist es nur ein vorübergehender Schmerz. Zweitens kommt nach kurzer Zeit die Gewissheit, dass dem nicht so ist. Drittens denken wir, dass es vielleicht dennoch weitergehen könnte, vielleicht mit angezogener Handbremse. Viertens kommt die Niedergeschlagenheit, sobald wir erkennen, dass wir uns damit nur etwas vormachen. Und fünftens dämmert einem im Hinterkopf die Gewissheit, dass es eine lange Zeit dauern könnte, bis wir den Sport wieder ausüben können.

Schreiben Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt eine Danksagung

Ob eine überstandene Sportverletzung oder schwere Krankheit, von der wir geheilt werden: unsere Dankbarkeit ist groß, wenn wir wissen, dass wir wieder voll im Saft bzw. im Leben stehen. Und jedes Mal stehen Menschen hinter dieser Genesung. Menschen, die sich dank Ihres Fachwissens und Ihres Geschicks mit den Defiziten beschäftigt haben, die unser Körper zu einem bestimmten Zeitpunkt aufgewiesen hat. Weil wir das natürlich wissen, ist eine schriftliche Danksagung an Arzt oder Ärztin ein idealer Weg, um sich für die über eine gewisse Zeit geleistete Hilfe in aller Form und Herzlichkeit zu bedanken.

Die äußere Form? Ein Brief mit dem Hinweis „persönlich“ ist hier der richtige Weg. Am besten, Sie überreichen das Schreiben persönlich oder geben es bei der Sprechstundenhilfe mit dem Hinweis ab, das Schreiben bitte persönlich an den Arzt zu übergeben. Was aber können und sollten Sie im Text erwähnen?

  • Beginnen Sie mit den Worten, wie wohl Sie sich während der Behandlung gefühlt haben und dass Ihnen dieses Wohlfühlen in psychischer Hinsicht eine wichtige Stütze war.
  • Beschreiben Sie, dass Sie die Art und Weise als wohltuend empfunden haben, wie die Ärztin bzw. der Arzt mit Ihrer Krankheit oder Ihrer Verletzung umgegangen ist. Erwähnen Sie, dass Sie sich jederzeit in guten Händen gefühlt haben.
  • Machen Sie in der Danksagung auch klar, dass als dies Faktoren waren, die dazu beigetragen haben, dass Sie nie die Zuversicht verloren und immer an eine vollständige Gesundung geglaubt haben.
  • Lassen Sie das Team der Praxis – Schwestern, Sprechstundenhilfen et cetera – nicht unerwähnt und bitten Sie Arzt oder Ärztin, dies dem Team auch so zu übermitteln.

Unterstreichen Sie die Danksagung mit einem Blumenstrauß

Um Ihren Worten, die Sie für die Danksagung finden, mehr Gewicht zu verleihen, können Sie sie mit einem Straß Blumen unterstreichen. Eine nette Geste gegenüber dem Team in der Praxis wäre zum Beispiel, den Strauß und die Danksagung (die Sie auf eine schöne Karte schreiben) persönlich in der Praxis abzugeben und zu betonen, dass der Strauß für die Praxis gedacht ist. Wenn Sie möchten, können Sie dem Praxisteam auch ein bisschen Bargeld („für die Kaffeekasse“) spendieren.

Danksagung an Arzt

Sehr geehrte Frau Doktor [Name],

lassen Sie mich zunächst meinen herzlichen Dank dafür ausdrücken, dass ich mich in all der Zeit, die ich bei Ihnen in Behandlung gewesen bin, sehr wohl und gut aufgehoben gefühlt habe. Das war für mich sehr wichtig und hat vielleicht aus psychischer Sicht ebenfalls dazu beigetragen, dass ich wieder ganz gesund geworden bin.

Allerdings soll das natürlich Ihr medizinisches Verdienst nicht schmälern, im Gegenteil. Ich habe es immer als sehr wohltuend empfunden, dass Sie klare Analysen und Ansagen eher schätzen, als gewisse Dinge unausgesprochen zu lassen. Denn nur so scheint es mir möglich, Tatsachen anzunehmen, ihnen ins Auge zu blicken und daraus die Schritte abzuleiten, die notwendig sind. Ich wusste immer, dass es Menschen gibt, die mit schlimmeren Schicksalen zu leben haben als ich, aber dennoch hat mir neben Ihrer ärztlichen Tatkraft auch Ihr sonniges Gemüt Auftrieb gegeben, wenn ich wieder einmal an meiner vollständigen Gesundung gezweifelt habe.

Ersparen Sie mir einen Ausflug in medizinische Fachbegriffe und dergleichen, ich würde mich lächerlich machen, wenn ich behaupten würde, mich hier auszukennen. Dafür waren schließlich Sie da. Was ich sagen möchte: Ich musste nicht immer alle Fachbegriffe komplett verstehen, um zu wissen, was Sie mir sagen wollten. Ich habe mich einfach immer gut aufgehoben gefühlt und niemals die Zuversicht an Besserung verloren. Vielleicht war das der wichtigste Bestandteil dabei.

Ich würde es sehr begrüßen, wenn Sie diesen meinen Dank an Ihr gesamtes Praxisteam weiter vermitteln würden. Auch all Ihre Mitarbeiterinnen haben natürlich einen hohen Anteil daran, dass es mir heute wieder richtig gut geht.

Herzliche und dankbare Grüße,

[Name]