Danksagung nach Vorstellungsgespräch

Danksagung nach VorstellungsgesprächWer damit angibt, dass er nicht nervös oder aufgeregt ist, wenn ein Vorstellungsgespräch für einen Job ansteht, der hat entweder Nerven aus Stahl oder sagt nicht ganz die Wahrheit. Umso größer ist die Erleichterung, wenn das Gespräch hinter einem liegt und im Idealfall sogar positiv verlaufen ist. Manchmal hat man bei einem solchen Gespräch auch festgestellt, dass das gar nicht der Job ist, den man machen möchte. In anderen Fällen merkt man während der Unterhaltung direkt, dass es der Traumjob ist, um den man sich hier gerade bewirbt. Und in einem solchen Fall lässt einen das Gespräch natürlich nicht mehr los. Was aber können Sie tun, um sich bei Ihrem Gesprächspartner noch einmal positiv in Erinnerung zu rufen, wenn das Gespräch schon zwei, drei Tage her ist? Ganz einfach: Formulieren Sie eine Danksagung! Dabei gilt es allerdings, einige Fallstricke zu erkennen und auszulassen. Am Ende dieser Seite finden Sie einen Beispieltext, der zeigt, wie es hingegen funktionieren könnte.

Allerdings steht über all diesen Dingen zunächst einmal eine einfache Frage, und die lautet: Waren Sie und Ihr Gesprächspartner bei dem Vorstellungstermin sich überhaupt sympathisch? Denn oftmals ist es ja so, dass die sogenannten „harten Faktoren“ bei einem solchen Termin ja zu fast 100 Prozent passen, aber die persönliche Chemie nicht stimmt, wie es dann immer heißt. In einem solchen Fall hilft es in der Regel auch nicht viel, noch einen netten Brief (oder eine nette Mail) an den Gesprächspartner hinterherzusenden, das verbessert die Situation meistens nicht.

Eine Danksagung nach einem Vorstellungsgespräch ist ein Drahtseilakt

Aber wir setzen hier voraus, dass Sie und Ihr Gegenüber sich grün gewesen sind und das Gespräch nicht nur auf der fachlichen, sondern auch auf der menschlichen Ebene ein Gewinn gewesen ist. Und natürlich, dass Sie aufgrund dieses Gesprächs diesen Job weiterhin (oder jetzt erst recht) wollen. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, eine Danksagung an Ihren Gesprächspartner aufzusetzen – dann tun Sie es auch. Da Sie sich ja sympathisch gewesen sind, dürfte Ihr Gegenüber das nicht als unangebracht empfinden. Doch natürlich soll aus der Danksagung kein Bittbrief werden, mit dem Sie mehr oder weniger unverblümt um die Stelle betteln. Vielmehr sollte es so sein, dass Sie ein nettes Resümee des Gesprächs ziehen, für das Sie sich natürlich zunächst einmal bedanken.

Im Anschluss daran kommt der heikle Part einer solchen Danksagung – der fachliche. Natürlich haben Sie Ahnung von der Materie, um die es hier geht, sonst hätten Sie das Gespräch ja nicht geführt. Entscheidend ist vielmehr die Frage: Wie weit dürfen Sie gehen?

  • Gehen Sie nach der Einleitung direkt über zu den Inhalten Ihres Gesprächs. Bringen Sie zum Ausdruck, dass Sie sich mit den dargestellten Ansprüchen, den Entwicklungen und allen Randerscheinungen ausgiebig beschäftigt haben und legen Sie dar, dass Ihre Vorstellungen von der Zukunft der Abteilung ähnlich aussehen.
  • Im gleichen Atemzug sollten Sie aber auch Ihre Flexibilität betonen – schreiben Sie sinngemäß, dass Sie sich auch an andere Entwicklungen anpassen könnten und dass es schlussendlich um den Erfolg der Abteilung bzw. der Firma geht, zu dem Sie dank Ihrer Fähigkeiten viel beitragen können.
  • Gehen Sie auf ein bestimmtes Projekt ein, das mit Ihnen im Vorstellungsgespräch erörtert worden ist, und schlagen Sie einen (wohlüberlegten) Lösungsansatz dafür vor. Das sollten Sie natürlich nicht tun, wenn Sie keine überzeugende Lösung parat haben. In diesem Fall lassen Sie Ihren Gesprächspartner wissen, dass Sie sich mit diesem Problem beschäftigen und die möglichen Lösungen dafür gern noch einmal persönlich oder gemeinsam mit dem zukünftigen Team besprechen möchten.

Schließen Sie damit, dass Sie hoffen, nicht die Zeit des Empfängers über die Maßen beansprucht zu haben, grüßen Sie freundlich und drücken Sie aus, dass Sie sich über eine Rückmeldung sehr freuen würden.

Danksagung nach Vorstellungsgespräch

Sehr geehrte Frau [Name],

lassen Sie mich zunächst meinen herzlichen Dank loswerden für das überaus sympathische und mehr als informative Gespräch vom 12. dieses Monats in Ihren Räumen. Ich habe aus der Unterhaltung mit Ihnen sehr viel mitgenommen, was mich in meinem Bestreben bestärkt hat, in Zukunft gern für Ihr Unternehmen arbeiten zu wollen. Ich denke, dass ich mit meiner jahrelangen Erfahrung und meiner Motivation einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Abteilung für [XY] in Ihrer Firma leisten könnte.

Ich habe mich im Nachgang unserer Gesprächs intensiv mit denen von Ihnen skizzierten Entwicklungen in der Abteilung beschäftigt und dabei festgestellt, dass mir die eingeschlagene Richtung sehr gut gefällt und meiner Arbeitsweise entgegen kommt. Auch Ihre Schilderungen bezüglich der Maßnahmen der Personalentwicklung und zu den anstehenden Projekten haben mir besonders gut gefallen. Mit mir gewinnen Sie einen Mitarbeiter, dessen Vorstellungen in die gleiche Richtung gehen, der kollegial im Team arbeiten kann und sich hinter Projekte klemmt, bis diese zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen sind. Natürlich bin ich dabei auch flexibel und in vielen Positionen einsetzbar.

Da Sie in unserem Gespräch das Projekt in Frankfurt genauer dargestellt haben, habe ich mir erlaubt, mir einmal einige Gedanken hierzu zu machen. Ich denke, dass die Lösung dort nicht lauten dürfte, noch mehr Softwareentwickler hinzuzuziehen, sondern dass es einer Umstellung der Software-Strukturen bedarf. Meiner Meinung nach wäre es sinnvoll, hier vom vorhandenen System [X]auf das von der Konkurrenz entworfene System [Y] umzustellen. Das hätte den Vorteil, dass dort alle Posten Erwähnung finden und sich auch Ihre externen Berater leichter damit tun dürften, mit der Software umzugehen.

Ich hoffe, Sie nehmen mir diese Überlegungen nicht übel – ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass dort die Lösung liegen könnte. Nun möchte ich Ihre Zeit aber nicht länger beanspruchen und verbleibe in der Hoffnung, bald wieder von Ihnen zu hören,

mit freundlichen Grüßen

[Name]