Optimale Körperhaltung bei einer Danksagung

Optimale Körperhaltung bei einer DanksagungWenn Sie sich dazu entscheiden, eine Danksagung zu verfassen, und diese nicht als Brief oder Karte zu versenden, sondern sie zu einem bestimmten Anlass verlesen möchten, so sprechen wir hier im Prinzip von einem Vortrag, den Sie halten werden. Und bei einem Vortrag kommt es zum einen natürlich stark darauf an, was Sie sagen – zum anderen aber auch, wie Sie es sagen. Damit sind nicht einmal der Tonfall oder die Lautstärke gemeint (wobei diese Faktoren auch nicht unwichtig sind), sondern vielmehr die Haltung, die Sie einnehmen, während Sie zu Ihrem Auditorium sprechen. Wenn Sie sich für die Kunst der Rhetorik interessieren, wenn Ihnen also wichtig ist, wie Ihre Zuhörer Sie und das Gesagte wahrnehmen, so kommen Sie nicht umhin, sich über die richtige Körperhaltung, die passende Gestik und die dazu gehörende Mimik zu informieren und diese Faktoren beim Vortragen Ihrer Danksagung auch einzusetzen.

Die Körpersprache nimmt entscheidenden Einfluss darauf, wie Ihre Zuhörer das, was Sie sagen, für sich aufnehmen und interpretieren. Und damit sind wir auch schon mitten im Thema. Zu einer Danksagung gehört es sich natürlich, offen aufzutreten und zu Beginn vielleicht ein paar freie Worte an die Empfänger der Danksagung zu richten. Damit lockern Sie in der Regel schon mal die Atmosphäre ein wenig auf. Wenn Sie dann zum Hauptteil kommen, den Sie ja in der Regel schriftlich abgefasst haben und dem Publikum nun vorlesen werden, dann ist es zunächst wichtig, nicht zu verkrampfen. Eine Verkrampfung tritt zum Beispiel auf, wenn Sie die Danksagung als lästige Pflicht empfinden und sie möglichst schnell hinter sich bringen möchten – Sie fangen an, zu schnell zu lesen und verhaspeln sich dabei. Und über dieses Verhaspeln vergessen Sie dann auch, Mimik und Gestik richtig einzusetzen.

Die Danksagung muss unbedingt stehend gehalten werden

Natürlich können Sie sich zu Beginn einiges vornehmen. So können Sie für sich etwa festlegen, dass Sie immer ruhig bleiben wollen, langsam reden und dergleichen mehr. Wichtig sind fürs Erste aber nur zwei Dinge: Werden Sie nicht nervös, wenn Sie sich mal vertun – und tragen Sie die Danksagung in jedem Fall im Stehen vor. Wenn wir hier über die optimale Körperhaltung bei einer Danksagung reden, so ist das Stehen die allererste Prämisse.

Danksagung muss unbedingt stehend gehalten werden

Doch gehört zur richtigen Haltung noch mehr, insbesondere dann, wenn es kein Rednerpult gibt – dann nämlich ist Ihr Körper komplett zu sehen. Und dieser sollte durchgedrückt werden, lassen Sie keinesfalls die Schultern hängen oder verschränken Sie die Arme (was Sie im Normalfall ja gar nicht können, wenn Sie das Manuskript in der Hand halten).

  • Verzichten Sie darauf, eine Hand in die Hosentasche zu stecken, wenn Sie mit der anderen Hand das Manuskript halten. Und wenden Sie dem Auditorium immer den Oberkörper zu. Wenn Sie sich etwas wohler damit fühlen, so können Sie auch leicht schräg stehen.
  • Dann sollten Sie jedoch immer, wenn Sie den Kopf heben, um das Publikum anzusehen, den Blick über alle Teile des Auditoriums schweifen lassen. Abgesehen davon müssen Sie dieses Stilmittel so oder so ziemlich oft anwenden. Denn wenn Sie nur mit gesenktem Kopf von Ihren Blättern ablesen, nehmen Sie das Publikum nicht für sich ein. Und das wäre gerade bei einer Danksagung fatal.

Auch Hände und Füße tragen zur Körperhaltung bei

Dass Sie sich vielleicht ein wenig unwohl fühlen, wenn Sie mit einer Hand das Manuskript halten, ist nicht ungewöhnlich. Denn die andere Hand hat dann nichts zu tun. Wichtig ist, dass die Hand dennoch gewinnbringend eingesetzt wird, etwa dadurch, dass sie gestisch das unterstreicht, was Sie eben äußern. Spielen Sie auf keinen Fall nervös mit den Fingern herum oder Ähnliches. Und lassen Sie den Arm nicht schlaff herunterhängen, das wirkt dann so, als ob das Gesagte banal wäre.

Hände und Füße tragen zur Körperhaltung bei

Doch nicht nur der Oberkörper sowie die Arme und die Hände, auch die Füße drücken manchmal etwas aus, was nicht ausgedrückt werden sollte, nämlich Unsicherheit – und das, wenn Sie Ihre Füße nach innen drehen. Versuchen Sie also, dass die Fußspitzen parallel ausgerichtet sind oder leicht voneinander weg zeigen. Ihre Beine sollten dabei in Schulterbreite nebeneinander stehen. Das macht Sie größer und vermittelt dem Publikum den Eindruck von Sicherheit.

Ein paar Tipps zu den Blicken und zum Humor

Natürlich ist es nicht nur Ihre Körperhaltung, die bei einer vorgetragenen Danksagung die Musik macht. Denn die Körperhaltung kann tadellos sein und dennoch nicht viel nützen, wenn Sie während des Sprechens unruhig hin und her laufen. Und auch das falsche Einsetzen von Blicken, Gesten oder kleineren Bewegungen unterstreicht nicht immer das, was Sie zu sagen versuchen. Das aber ist gerade bei einer Danksagung unabdingbar. So sollten Sie den Versuch vermeiden, bei einer großen Zuhörerschaft unbedingt alle Anwesenden immer und immer wieder mit Ihren Blicken zu streifen – es wird eh nicht gelingen. Suchen Sie sich über den Saal verteilt ein paar Personen und blicken Sie diese immer wieder an, das ist hilfreich. Insbesondere dann, wenn Sie relativ weit weg stehen von Ihren Zuhörern und diese somit gar nicht sehen können, wen genau Sie fixieren.

Ihre Körperhaltung bei einer Danksagung kann aber noch so gut sein – wenn der Inhalt nicht schlüssig ist, wird Ihnen die Körperhaltung nichts bringen. In der Regel können Sie bei einer Danksagung ja auch versuchen, einen Schuss Humor mit in den Vortrag einzubauen (natürlich nicht bei traurigen Anlässen). Das lockert die Atmosphäre von Vornherein auf, die Stimmung wird entspannter und Sie treten sofort mit verbesserter Körperhaltung auf.