Danksagung Hochzeit

Danksagung HochzeitZu einer gelungenen Vermählungsfeier gehört auch, dass sich das Brautpaar im Nachgang bei den Gästen bedankt. Im Normalfall gab es ja reichlich Geschenke – doch darauf sollte der Fokus der Danksagung nicht unbedingt liegen.

Ansonsten kann es nämlich durchaus sein, dass sich die Gäste auf ihre Rolle als Schenkende reduziert fühlen, dabei ist es doch gerade die Tatsache, dass diese Menschen persönlich dabei gewesen sind, als sich das Brautpaar da Ja-Wort gegeben hat. Dementsprechend persönlich muss die Danksagung ausfallen – aber entsprechende Präsente müssen natürlich auch Erwähnung finden. Nun ist es allerdings so, dass die Zahl der Gäste auf vielen Hochzeiten nicht gerade klein ist und die Danksagung aus diesem Grunde nicht an jeden Besucher persönlich adressiert werden kann. Aber auch dann, wenn die Zahl der Gäste überschaubar ist, haben Braut und Bräutigam nach der Hochzeit zumeist andere Dinge zu erledigen, als persönliche Danksagungen an alle Gäste zu verschicken. Was also ist der richtige Dreh, wie eine solche Danksagung im Idealfall aussieht? Vorab schon mal so viel: Es ist kein Hexenwerk.

Zunächst einmal: was gehört nicht unbedingt hinein?

Beginnen Sie Ihre Danksagung nicht unbedingt mit einem Bonmot oder einem Zitat. Das haben Sie ja eventuell schon auf Ihrer Einladungskarte so gemacht (zumindest ist das sehr beliebt), und wenn Sie es bei der Danksagung ebenfalls so halten, sieht das schnell nach Schema F aus und wirkt abgedroschen. Vermeiden Sie es auch, eine gegenseitige Liebeserklärung an den Beginn der Danksagung zu stellen – auch das ist eher ein Fall für die Einladung zu Ihrer Trauung. Dass Sie sich als frisch vermähltes Paar lieben, haben die Gäste schließlich bei der Eheschließung gesehen, abgesehen davon würden Sie sonst ja auch gar nicht geheiratet haben. Und die dritte Regel für die Danksagung nach Ihrer Hochzeit lautet: Werden Sie nicht zu pathetisch. Natürlich war es der schönste Tag in Ihrem Leben, sehr wahrscheinlich zumindest, aber Sie sollten nicht noch Wochen nach der Feier so tun, als wären Sie frisch verliebt und auf Wolke sieben.

Denn Sie kennen Ihren Partner ja schon etwas länger und da wird übermäßiges Pathos schnell etwas unglaubwürdig. Natürlich lieben Sie sich, das wird niemand in Abrede stellen, aber wer eine Danksagung erhält, der tut das üblicherweise ein paar Wochen nach der Trauung und möchte in erster Linie lesen, dass sich das Brautpaar über die Anwesenheit des jeweiligen Gastes gefreut hat. Darauf sollte sich die Danksagung dann auch konzentrieren. Für die Geschenke bedanken sollten Sie sich schon auch, aber – siehe oben – das in einem richtigen Rahmen. Ein Satz oder Nebensatz genügt hier. Und vermeiden Sie allzu abgedroschene Formulierungen wie „in guten wie in schlechten Zeiten“ oder ähnliches.

Was Sie unbedingt machen sollten

  • Lassen Sie oben zwei Zeilen frei, hier tragen Sie von Hand den oder die Namen des Empfängers respektive der Empfänger.
  • Bedanken Sie sich für die Anwesenheit der Gäste. Sagen Sie Ihnen, dass sie den Tag für Sie zu etwas Besonderem gemacht haben.
  • Äußern Sie sich zu den Präsenten und finanziellen Zuwendungen, die Sie erhalten haben. Allerdings spricht man nicht direkt über Geld. Formulieren Sie neutraler – bleiben Sie am besten beim Wort „Geschenke“. Adjektive wie „großzügig“, „reichhaltig“ oder ähnliche dürfen und sollen Sie hingegen natürlich verwenden.
  • Vergessen Sie nicht zu erwähnen, dass all diese Gäste diesen Tag erst möglich gemacht haben, aber formulieren Sie es etwas gewitzter. Schreiben Sie, wenn Ihnen das zusagt, vielleicht eher: „Ohne Dich / Euch wäre dieser Tag nicht einmal halb so toll gewesen“ oder „Ohne Dich / Euch hätten wir uns unsere Hochzeit gar nicht vorstellen können“.
  • Bedanken Sie sich auch pro forma bei jenen Menschen, die Ihnen bei der Organisation oder der Vorbereitung eine Hilfe gewesen sind – das gehört sich einfach so. Vermerken Sie das aber handschriftlich auf jenen Danksagungen für Menschen, die tatsächlich geholfen haben. Sonst wirkt es etwas plump. Und wer nicht helfen konnte, fühlt sich womöglich etwas komisch, wenn er einen Dank für etwas liest, das er nicht geleistet hat.

Eine Danksagung hat den Zweck, dass sie alle Gäste und alle mitgebrachten Geschenke für Sie gleich bedeutsam macht und Sie das den Adressaten damit zeigen können. Wann Sie die Danksagung verschicken, bleibt im Prinzip Ihnen überlassen, allzu lange sollten Sie damit aber nicht warten. Sie können sie versenden, wenn Sie aus den Flitterwochen zurück sind. Elegant und originell wäre es aber auch, die Danksagung vorzubereiten und sie aus den Flitterwochen selbst zu verschicken.

 

 

Danksagung Hochzeit

 

[persönliche Anrede],

es war uns eine ganz besondere Freude, dass Du der Einladung zu unserer Hochzeitsfeier gefolgt bist und damit diesen Tag für uns noch schöner gemacht hast. Und das ist wahrlich nicht nur eine Floskel. Wir haben uns aufrichtig gefreut, Dich zu unseren Gästen gezählt haben zu dürfen. Dafür sind wir sehr, sehr dankbar und freuen uns außerordentlich darüber.

Erst durch die Menschen, die wir um uns hatten, ist unsere Trauung zu einem ganz besonderen Ereignis geworden. Das werden wir niemals vergessen. Und natürlich hoffen wir, dass auch Du diesen Tag in schöner Erinnerung behalten wirst.

Ein ganz besonderes Dankeschön möchten wir Dir für Dein mehr als großzügiges Geschenk zu unserer Eheschließung sagen. Wir waren absolut begeistert und sind es immer noch!

Wenn wir an unsere Hochzeitsfeier und den ganzen Tag denken, so sind das wunderschöne Erinnerungen. Du bist ein wichtiger Teil davon und wirst das immer bleiben. Vielen Dank aus vollem Herzen!